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Naturschutzinstitut Freiberg

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) verfügt über sieben verbandseige-
ne Naturschutzinstitute; drei davon finden sich in Sachsen; es sind die einzi-
gen in den neuen Bundesländern.
Ihre Entstehung hängt eng mit der politischen Wende von 1989 zusammen. Der große Nachholbedarf an Naturschutzarbeiten in Sachsen führte zu der Überlegung, die naturschutzfachlichen Arbeiten in mehreren, dem Landesver-
band angegliederten Naturschutzinstituten anzusiedeln.

NSI Freiberg

Das Naturschutzinstitut Freiberg wurde im September 1993 mit dem Ziel gegründet, durch faunistische, floristische und ökologische Untersuchungen einen Beitrag zur Verwirklichung eines praktischen und wirksamen Natur-
schutzes zu leisten.
Das Institut steht in enger Verbindung auch zu anderen Museen sowie zu wissenschaftlich beziehungsweise planerisch tätigen Einrichtungen und zu regional zuständigen Fach- und Verwaltungsbehörden. Traditionell ist das Naturschutzinstitut ein Partner für die auf biologischem und ökologischem Gebiet ehrenamtlich tätigen Bürger.

Die Aufgaben des Naturschutzinstitutes umfassen:

  • den Biotop- und Artenschutz mit dem Ziel der Erhaltung, Schaffung und Verbesserung der Lebensräume von Pflanzen und Tieren
  • die wissenschaftliche Kartierung und Dokumentation von Biotopen, Flora und Fauna
  • die Erfassung und Bewertung von Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie
  • Grundlagenuntersuchungen zu biologischen und ökologischen Themenkreisen
  • die wissenschaftliche Planung und Beratung zu Maßnahmen des Naturschutzes
  • die Betreuung und Pflege von Naturschutzobjekten
  • die naturschutzfachliche Vorbereitung und Begleitung von Projekten und Investitionsmaßnahmen
  • die Beratung und fachliche Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden und anderen auf dem Gebiet des Natur- und Umweltschutzes tätigen Institutionen und Verbänden
  • die Betreuung des biologischen Sammlungsmaterials im Naturkunde-
    museum Freiberg
  • die Organisation und Durchführung von Fachtagungen, Seminaren und Weiterbildungsveranstaltungen
  • die Information und Beratung von interessierten Bürgern
Gegenwärtig sind vier wissenschaftliche Mitarbeiter und zwei technische Hilfs-
kräfte im Institut beschäftigt. Aufgrund ihrer umfangreichen Arten- und Gebiets-
kenntnisse werden sie regelmäßig und maßgeblich in landesweite faunis-
tische und floristische Kartierungsprojekte einbezogen und bei der Erarbeitung von Roten Listen und Bewertungsschlüsseln konsultiert.
Das Institut wurde seit seinem Bestehen in eine Vielzahl von Kartierungsvor-
haben, Gutachten und daraus abgeleitete Planungen in Sachsen und Bran-
denburg einbezogen und besitzt umfangreiche Erfahrungen in der Erfassung, Aufbereitung und Auswertung naturschutzrelevanter Daten sowohl innerhalb verschiedener naturräumlicher Einheiten als auch auf Landesebene.

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