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Bergwiesen

Artenreiche Bergwiesen waren ehemals die vorherrschenden Grünlandge-
sellschaften der montanen Lagen des Erzgebirges. Insbesondere Nutzungs-
intensivierung, Aufforstung und Verbrachung haben zu einem sehr starken Rückgang der Bergwiesen geführt. Vielfach finden die charakteristischen Pflanzenarten nur noch auf kleinen Splitterflächen oder in Saumstrukturen ge-
eignete Lebensbedingungen.
Kennzeichnend für das obere Osterzgebirge ist die Bärwurz-Rotschwingel-Magerwiese. Je nach Ausbildungsform können in dieser Pflanzengesellschaft auf wenigen Quadratmetern Wiesenfläche bis zu 40 Pflanzenarten vorkom-
men. Darunter finden sich viele landesweit gefährdete oder zurückgehende Arten.
Voraussetzung für einen dauerhaften Erhalt der Bergwiesen ist die Weiterfüh-
rung einer extensiven Bewirtschaftung mit späten Mahdterminen und der Ver-
zicht auf eine mineralische Düngung. Bergwiesen sind europaweit geschützte Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie. Im Einzugsgebiet der oberen Freiberger Mulde hat das Naturschutzinstitut Freiberg in den Jahren 1999 und 2000 die Verbreitung und den Zustand der noch vorhandenen Berg-
wiesen dokumentiert. Schwerpunkt des aktuellen Vorkommens ist dabei der Raum um Holzhau und Rechenberg-Bienenmühle.

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Fotos: © A. Golde


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