zurück zur Startseite

Scheidenblütgras (Coleanthus subtilis)

Die „berühmteste“ Art der Zwergbinsengesellschaften an den Bergbauteichen zwischen Freiberg und Sayda ist das Scheidenblütgras (Coleanthus subtilis). Erstmals in Deutschland wurde die unscheinbare kurzlebige Pflanze im Jahre 1904 am Großhartmannsdorfer Großteich gefunden. Seitdem kommt die Art fast alljährlich an einem der Gewässer zu Entwicklung. Voraussetzung dafür ist eine Wasserstandsabsenkung innerhalb der Vegetationsperiode und ein Trockenfallen von standörtlich geeigneten Teichbodenbereichen. Innerhalb von etwa 10 Wochen entwickelt sich Coleanthus subtilis dann bis zur Samen-
reife.
In Mitteleuropa gibt es nur sehr wenige beständige Vorkommen der Art. Auf-
grund der regelmäßigen Nachweise über einen Zeitraum von etwa 100 Jahren zählen die Vorkommen von Coleanthus subtilis an den Freiberger Bergbautei-
chen zu den bedeutendsten in ganz Europa.
Das Scheidenblütgras ist eine der wenigen in Deutschland vorkommenden Pflanzenarten des Anhanges II der FFH-Richtlinie. Mitarbeiter des Naturschutz-
institutes Freiberg dokumentieren bereits seit mehr als 20 Jahren die alljähr-
liche Entwicklung der Pflanzenbestände an den einzelnen Gewässern. Somit sind umfassende Aussagen zu Tendenzen, Bestandesgrößen und Auswir-
kungen der Gewässerbewirtschaftung möglich.

Zum Vergrößern und für Erklärungen bitte auf die Bilder klicken!


Foto: © A. Günther

Foto: © A. Golde

Foto: © A. Günther

Foto: © A. Golde


zurück zur Startseite