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Schwermetallfluren

Im Gefolge von 800 Jahren Erzbergbau und Erzaufbereitung sind im Freiberger Gebiet Sonderstandorte entstanden, die erhöhte Schwermetallkonzentrationen aufweisen. Diese bieten einer hochspezialisierten Flora und Vegetation Le-
bensraum. Besonders bemerkenswert sind dabei die Flechtenbestände auf den Halden, diese wurden erstmalig 1932 als eigenständige Pflanzengesell-
schaft (Acorosporetum sinopicae) beschrieben. Aber auch bei verschiedenen Höheren Pflanzenarten haben sich nach genetischen und morphologischen Merkmalen von der Normalsippe abweichende Populationen entwickelt. Dies betrifft unter anderem die Gemeine Grasnelke (Armeria maritima agg.) und das Gebirgs-Hellerkraut (Thlaspi caerulescens).
Schwermetallfluren sind europaweit geschützte Lebensraumtypen nach An-
hang I der FFH-Richtlinie, in Sachsen kommen sie in nennenswertem Umfang nur im Freiberger Bergbaugebiet vor. Das Naturschutzinstitut Freiberg doku-
mentiert seit Jahren die Artenausstattung der regionalen Schwermetallfluren und koordiniert Pflegemaßnahmen.

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Fotos: © A. Golde


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