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Moorrevitalisierung

Von den ehemals in den Kammlagen des Erzgebirges weit verbreiteten Hoch-
mooren sind nur noch wenige kleinflächige Reste vorhanden. Torfabbau so-
wie intensive Entwässerung mit nachfolgender Aufforstung haben dazu ge-
führt, dass die empfindliche hochmoortypische Fauna und Flora heute weitge-
hend vernichtet ist.
Die größten Hochmoorflächen des Landkreises Freiberg befinden sich auf dem Erzgebirgskamm bei Deutscheinsiedel. Auch hier haben Entwässerung sowie Immissionsschäden zu einer starken Degradation der Torfkörpers ge-
führt. Andererseits finden sich noch eine Vielzahl Torfmoosarten (Sphagnum spp.), Wollgräser (Eriophorum spp.) sowie die Rauschbeere (Vaccinium uligi-
nosum
) und ein autochthoner Bestand der Moor-Kiefer (Pinus rotundata).
Beginnend im Jahre 1998 wurden von Mitarbeitern des Naturschutzinstitutes Freiberg Vorarbeiten für die Revitalisierung der Moorflächen getätigt. Auf der Basis der Kartierung des vorhandenen Grabennetzes und der erarbeiteten Konzeption erfolgten seitdem durch Mitarbeiter des Sächsischen Forstamtes Olbernhau Grabenanstaue und Wiedervernässungen. Zwischenzeitlich konnte sich auf Teilflächen das hochmoortypische Arteninventar bereits regenerieren und ausbreiten.

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Fotos: © A. Golde


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