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Fledermauserfassung

Alle in Deutschland vorkommenden Fledermausarten stehen unter strengem Schutz. Bei Eingriffen in Natur und Landschaft ist demzufolge eine arten-
schutzrechtliche Prüfung der Vereinbarkeit der jeweiligen Planung mit den Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes und den entsprechenden Artikeln der FFH-Richtlinie zu untersuchen. Besonders bei Verkehrswege-
planungen sind Untersuchungen zum Vorkommen von Fledermäusen eine wesentliche Voraussetzung für die Plangenehmigung. Dabei geht es neben einer Bewertung des Konfliktpotentials auch um die Darstellung von Vorschlä-
gen zu Schutz- und Ausgleichs-/Ersatzmaßnahmen bei unvermeidbaren Beeinträchtigungen.


Mit Taschenlampe und Endoskop werden Baumhöhlen auf Fledermausbesatz untersucht.

Seit mehr als zehn Jahren führt das NSI gezielte Erfassungen und faunistische Sonderuntersuchungen zu Fledermäusen in unterschiedlichen Regionen Sachsens und den angrenzenden Bundesländern durch. Dabei wurde die Erfassungsmethodik ständig weiterentwickelt, um stets den Anforderungen zur Erstellung aussagefähiger Gutachten gerecht zu werden. Als derzeitige Standardmethode zur Fledermauserfassung werden neben dem Einsatz von Horchboxen zur Ermittlung von Flug- und Aktivitätsdichten vorrangig Batcorder mit den entsprechenden Computer gestützten Auswerteprogrammen verwendet.


Als Ersatzmaßnahme werden Fledermaus-Flachkästen angebracht.
Fotos: © NSI Leipzig

Die bisher vom NSI durchgeführten Erfassungen erfolgten vorwiegend im Rahmen von Verkehrswegeplanungen (Neubau A 72, Verlegung AS Grimma an der A 14, Ortsumgehungen der B 6, B 87, B 107, B 169, S 11, S 36, S 241) oder Kiesabbauvorhaben. Zudem wurden zahlreiche Artenschutzgutachten für geplante Fällungen von Bäumen oder den Abriss von Gebäuden erstellt.


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